Newsletter Juli 2016

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NEWSLETTER Juli 2016

Liebe Projektbeteiligte und -interessierte, liebe MentorInnen und Mentees,
sehr geehrte Damen und Herren,


mit dem Beginn der Urlaubs- und Ferienzeit neigt sich auch das aktuelle Semester dem Ende zu, was wir gerne zum Anlass nehmen möchten, Sie und Euch über die aktuellen Geschehnisse rund um das Projekt zu informieren.      

Bereits im letzten Newsletter berichteten wir über die Planung individuell zugeschnittener Campus-Schnuppertag für die SchülerInnen unserer Kooperationsschulen. U. a. konnten die Studierenden daraufhin einen großen Schnuppertag für über 60 SchülerInnen der BBS Haste organisieren, den die NOZ mit einem gelungenen Artikel zusammengefasst hat.                 
Da das Projekt während der gesamten Laufzeit durch qualitative und quantitative Forschung wissenschaftlich begleitet wird, möchten wir Ihnen und Euch in dieser Ausgabe gerne erste Ergebnisse vorstellen.       
           
Ein gemeinsames Treffen mit Katja Urbatsch im Rahmen des Stammtisches der Osnabrücker ArbeiterKind.de Ortsgruppe Anfang Juli sorgte für einen regen Austausch zu den gemeinsamen Aktivitäten im nächsten Semester. Zudem belegt aktuell eine Studie vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) – das Berliner Studienberechtigten Panel Best-Up – die Wirksamkeit der Schulinformationsveranstaltungen.     

Weiter läuft die Organisation der Abschlusstagung „Wege ins Studium eröffnen – Hochschulperspektiven für alle“ zur gleichnamigen MWK Förderlinie, die am 03.11.2016 in der Aula des Schlosses stattfinden wird, auf Hochtouren. Näheres hierzu folgt in einer separaten Einladung.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und eine schöne Sommerzeit.

Thomas Bals und das Projektteam
 

Campus-Schnuppertage an der Uni Osnabrück

Nachdem in den letzten Wochen bereits einige Schülerinnen und Schüler aus verschiedensten Schulen in und um Osnabrück Uniluft schnuppern konnten, besuchten im Mai unter anderem auch über 60 Schülerinnen und Schüler der BBS Haste die Osnabrücker Universität.

Neben dem gemeinsamen Besuch von Vorlesungen und der Erkundung des Campus, gehörte auch ein Mittagessen in der Mensa zum Programm. Die vielen interessierten Fragen der SchülerInnen konnten so in einer entspannten Atmosphäre und aus erster Hand mit den Studierenden geklärt werden.


Wir sind schon gespannt, ob der eine oder die andere uns vielleicht schon bald auf dem Campus begegnet!  

Hier geht es zum Bericht der NOZ vom 17.05.2016


HoPe-Schnuppertag mit Schülerinnen der BBS Haste (Foto: privat)
 

Interessante Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung

Das Projekt HoPe wurde in der ersten Projekthälfte qualitativ beforscht und in der zweiten Projekthälfte anhand standardisierter Befragungen umfassend evaluiert.

684 SchülerInnen aus insgesamt 19 Schulen und in 2 Schülergruppen des Vereins für die pädagogische Arbeit mit Kindern aus Zuwandererfamilien (VPAK) wurden im Wintersemester 2015/16 durch 155 Bachelorstudierende über die Möglichkeiten eines Studiums informiert. Anhand eines Feedbackbogens wurde nach den Schulvorträgen die Meinung der SchülerInnen eingeholt. Unter anderem wurde hierbei auch die Bildungsherkunft abgefragt. Fast 70 % der befragten SchülerInnen gaben bei der Befragung im WiSe 2016/17 an, aus nicht-akademischen Elternhäusern zu kommen. 42,3 % der SchülerInnen äußerten, bereits ziemlich genau zu wissen, welchen Beruf sie später einmal ausüben wollen. Davon favorisierten 54,9 % einen Beruf mit hierfür eindeutig notwendiger akademischer Vorbildung (z.B. LehrerIn, InformatikerIn, IngenieurIn oder Arzt/Ärztin). Der Projektfokus, der auf der Unterstützung von First Generation Students aus nicht-akademischen Familien und mit Migrationsgeschichte liegt, konnte demnach umfassend erfüllt werden. Erfreulicher Weise zeigte sich auch, dass acht von zehn (80,6 %) SchülerInnen den Vortrag informativ fanden. So wäre der Vortrag interessant und verständlich gewesen, die Studierenden hätten frei erzählen können und wären zudem sympathisch und zum Teil witzig angekommen. Es wurde zudem erwähnt, dass die Art des Auftretens der Studierenden eigene Ängste genommen und zu einem Studium ermutigt hätte. Ein Schüler schrieb als Rückmeldung auf dem Feedbackbogen, dass man erfahren hätte, „warum man studieren sollte. Es hat dazu motiviert, wenigstens zu versuchen zu studieren.“ Ein weiterer Schüler gab an, dass die Veranstaltung sehr informativ gewesen sei und ihm Mut gemacht hätte. Eine Schülerin bemerkte zudem: „Die Präsentation war sehr informativ und spannend. Ich fand gut, dass Sie uns über das Studieren informiert haben. Dadurch möchte ich auf jeden Fall studieren.“ Dass besonders die Erfahrungsberichte der Bachelorstudierenden die SchülerInnen ansprachen, kann dadurch begründet werden, dass sie sich in ihrer Rolle als zukünftige Bachelorstudierende vermutlich gut mit den Vortragenden identifizieren können. Dreiviertel der BachelormentorInnen, welche die Schulvorträge hielten, wiesen eine niedrige oder mittlere Bildungsherkunft auf und mehr als 60% konnten sich mit den Problemen von Jugendlichen aus nicht-akademischen Elternhäusern identifizieren, wovon die SchülerInnen letztlich profitieren konnten.

Auch in Baustein II konnten hohe Interessens- und Teilnehmerzahlen verzeichnet werden. 90,2 % der Interessenten waren „First Generation Students“ und 14,6 % wiesen einen Migrationshintergrund auf. Bei 14,3 % der Studierenden, die Interesse an einer Teilnahme äußerten, war sogar beides der Fall.      

Bei den 80 MentorInnen aus dem Master, die Bachelorstudierende begleitet haben, wiesen 12,7 % eine niedrige bzw. 49,4 % eine mittlere Bildungsherkunft auf – damit hatten nur etwas mehr als ein Drittel eine gehobene bzw. eine hohe Bildungsherkunft. Auch verfügte ca. ein Fünftel der Masterstudierenden über einen Migrationshintergrund. Rund 73 % der MastermentorInnen würden das Projekt weiterempfehlen. 62,5 % sind zufrieden bzw. sehr zufrieden mit dem Projekt, keiner gab an, nicht mit dem Projekt zufrieden zu sein, sodass von einer hohen Akzeptanz des Projektes ausgegangen werden kann. Besonders positiv erlebten die Mentees (Bachelorstudierende) die ihnen von den MentorInnen entgegengebrachte Wertschätzung. Auch die MentorInnen gaben eine hohe Zufriedenheit mit dem Mentoring-Prozess und den Mentees an: Rund 80 % waren zufrieden bzw. sehr zufrieden mit ihrem Mentee.
Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung weisen die hohe Akzeptanz sowie den Nutzen des Programms, den die SchülerInnen und Studierenden aus nicht-akademischen Elternhäusern sehen, nach und motivieren uns zum weitermachen.
 

Katja Urbatsch beim ArbeiterKind.de Stammtisch Osnabrück!

Am 07.07.2016 besuchte Katja Urbatsch, die Gründerin der Initiative ArbeiterKInd.de, den monatlichen Stammtisch der ArbeiterKind.de Ortsgruppe Osnabrück. Als Kooperationspartner beteiligte sich das Team von HoPe natürlich an diesem Treffen.

Neben einem allgemeinen Austausch über die Projektarbeit und die Kooperation von HoPe und ArbeiterKind.de wurden zukünftige gemeinsame Veranstaltungen in den Blick genommen. So soll im kommendem Semester wieder ein gemeinsamer Stand auf dem Hochschulinformationstag (HIT) und während der Erstsemester-Woche in der Osnabrücker Stadthalle besetzt werden. Zudem sind weitere Schulvorträge in gemeinsamer Sache an den Schulen in und um Osnabrück geplant. Durch das Treffen mit Katja Urbatsch und das nette Beisammensein mit allen Beteiligten konnten insgesamt viele neuen Ideen gesammelt und Erfahrungen ausgetauscht werden, sodass wir uns schon auf die nächste Zusammenkunft freuen.


Stammtisch ArbeiterKind.de und Projektteam HoPe mit Katja Urbatsch (Foto: privat)

„Neue Studie bestätigt Erfolg des Konzepts von HoPe und ArbeiterKind.de“

Erstmals hat sich eine Studie – das Berliner Studienberechtigtenpanel des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) – mit dem Entscheidungsverhalten von SchülerInnen akademischer und nicht-akademischer Herkunft in Bezug auf die Wirksamkeit von schulischen Informationsveranstaltungen beschäftigt.             
      
Die Studie zeigt: Während Akademikerkinder gerne auf die Informationen ihrer Eltern zurückgreifen und durch eine Schulinformationsveranstaltung weniger in ihrer Entscheidung beeinflusst werden, zeigt sich bei den Nichtakademiker-Kindern ein signifikanter Unterschied. Deutlich mehr Studienberechtigte aus Nichtakademiker-Familien behalten nach der Teilnahme an einer Informationsveranstaltung ihren Studienwunsch bei und setzen ihn auch in die Tat um.

"Ich freue mich sehr, dass jetzt in einer Langzeitstudie wissenschaftlich belegt werden konnte, dass unser Ansatz, mittels Schulinformationsveranstaltungen Möglichkeiten des Studiums und der Finanzierung aufzuzeigen, erfolgreich ist und die Chancengerechtigkeit von Kindern fördert. Das Konzept von ArbeiterKind.de, die persönliche Geschichte zu erzählen und dadurch anderen Mut zum Studium zu geben, hat sich bewährt", sagt Katja Urbatsch, Gründerin von ArbeiterKind.de, dessen Konzeption der Schulinformationsveranstaltungen auch im HoPe-Projekt umgesetzt werden .
Die Ergebnisse der Untersuchung stärken auch das Projekt HoPe, da ein wesentlicher Bestandteil der Projektarbeit in den Informationsveranstaltungen an den Schulen liegt. Hier können SchülerInnen frühzeitig unterstützt und in ihren Zielen bestärkt werden. 

Hier geht es zum vollständigen Bericht (DIW Wochenbericht, 26 / 2016).
 

Ausblick für das Wintersemester 2016/17

Auch im kommenden Semester kann HoPe mit Unterstützung der Kooperationspartner wieder die Projektbausteine I und II anbieten. So finden zwei Seminare in der Berufs- und Wirtschaftspädagogik und zwei weitere in der Schulpädagogik statt. Zahlreiche Schulvorträge durch die Bachelorstudierenden sowie das Eins-zu-Eins-Mentoring zwischen Master- und Bachelorstudierenden kann somit bereits zum dritten Mal in Folge realisiert werden.   
        
Anika Werner, Regionalkoordinatorin von ArbeiterKind.de und Dr. Juliane Fuge der Universität Paderborn begleiten den Auftakt der HoPe-Seminare im Oktober mit ihrem Know-how. Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit und auf ein spannendes nächstes Semester.
 
 ERINNERUNG*******ABSCHLUSSTAGUNG HOPE AM 03.11.206*******ERINNERUNG


Bildquellen:
Fotolia
HoPe
privat

Textquellen:
Projekt HoPe, Universität Osnabrück


 
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